Grundlagen rund um das Internet
Teil 1
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Der erste Teil dieses Beitrages beschäftigt sich mich mit den nachstehenden Themen:
- Geschichte des World Wide Web (WWW)
- Organisation und Aufbau
- Dienste des WWW
- Zugangsvoraussetzungen zum Internet
Im zweiten Teil wird folgendes behandelt:
- Technische Grundlagen
- Sicherheit
- Ausblick
1. Geschichte des World Wide Web (WWW)
Informationen werden immer wichtiger und es war noch nie so einfach wie heute, sich solche zu beschaffen. - Vorausgesetzt, man hat eine Verbindung zum World Wide Web (WWW). Das Internet ist wohl der wichtigste Teil dieses Mediums und wird zurecht als das "Netz der Netze" bezeichnet. Diese Bezeichnung resultiert aus der Tatsache, dass weltweit Millionen von Rechnern über sogenannte Hosts miteinander verbunden sind. (Als weinrote Links markierte Fachwörter können sie durch einen Mausklick in unserem Internetlexikon nachschlagen).
Die ursprüngliche Idee des Internets resultiert aus der Zeit des kalten Krieges: Das amerikanische Verteidigungsministerium erteilte Ende der sechziger Jahre den Auftrag, ein Netz zu entwickeln, dass sicherstellt, dass selbst bei einen Atombombenabwurf die Befehlkette der Militärs nicht empfindlich gestört werden würde.
- 1969 entwickelten Hochschulen und Großforschungseinrichtungen das DARPANet (Defense Advanced Research Agency Network), welches später unter dem Namen ARPANet bekannt wurde. Die Idee war, dass jeder Befehl in kleine Pakete aufgeteilt wird, die dann unabhängig voneinander durch das Netz wandern und dann beim Empfänger wieder zusammengesetzt werden.
- 1970 sollten die ersten Universitäten und Labors untereinander über dieses Netz kommunizieren.
- 1972 waren 40 Rechner im Rechnerverbund vernetzt.
- 1973 wurde ein Standard entwickelt, das sog. TCP/IP-Protokoll, der den globalen Austausch von Daten ermöglichte und heute noch gültig ist. Dies war die Geburtsstunde des heutigen Internets.
Dank der Vernunft der Großmächte musste das Netz bisher noch nie seine Belastbarkeit unter extremen Bedingungen (Atomkrieg) unter Beweis stellen.
- 1983 wurde das Netz in einen zivilen und einen militärischen Teil (Milnet) getrennt.
- 1989 wurde in Genf am Laboratorium für Teilchenphysik (CERN) auf der Basis einer neuen Technologie namens "Hypertext" das World Wide Web (WWW bzw. W3 bzw. Web) entwickelt. Über sog. "Hyperlinks" hatte man nun die Möglichkeit ohne Probleme von einem Dokument zum anderen zu wechseln. Zu diesem Zeitpunkt zählte man ca. 100.000 Hosts.
- 1997 waren es über 10 Millionen Hosts.
- Ende 1999 nutzten weltweit 260 Millionen Menschen das Internet. Das sind über 4% der heutigen Weltbevölkerung, Tendenz stark steigend!
Rund 10 Millionen Deutsche haben bis dahin mindestens einmal im Internet gesurft.
2. Organisation und Aufbau
Standardisierung
Damit sich der Drucker der Firma X mit dem Rechner der Firma Y versteht, der Computer A in Japan mit dem Computer B in den USA kommunizieren kann, also Kompatibilität geschaffen wird, ist es notwendig, gewisse Vereinbarungen über solche Schnittstellen zu treffen.
Diese Übereinkünfte werden von Standardisierungsgremien beschlossen, die weltweit in verschiedenen Ländern ihren Aufgaben nachkommen. Im folgenden erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten dieser Gremien.
- International Standardization Organisation (ISO)
- International Electortechnical Comission (IEC)
- International Telecommunications Union (ITU)
- Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE)
- Comittee Européenne de Normalisation (CEN)
- European Comission for Electronical StandardisationCENLEC
- American National Standardization (ANSI)
- US Patentamt (USPTO)
- Deutsches Patent- und Markenamt (DPMA)
- Deutsches Institut für Normung (DIN)
- Assiociation for Computing Machinerie (AMC)
Organisation
Das Internet selbst ist weder durch Gesetze noch durch eine zentrale Leitung geregelt. Es regelt sich vielmehr "von selbst". Aus einer Vielzahl von angebotenen Vorschlägen bildet sich nach und nach ein einheitlicher Standard heraus. Dennoch gibt es Organisationen bzw. Institutionen, die versuchen, die Struktur des Netzes in einer gewissen Ordnung zu halten. Natürlich gibt es auch im Internet Grenzen, spätestens dort, wo strafrechtliche Normen verletzt werden (z.B. Kinderpornographie). Dazwischen gibt es einen rechtlich bisher wenig erschlossenen Raum.
In der Hierarchie ganz oben steht die Internet SOCiety (ISOC).
Es handelt sich dabei um eine professionelle Vereinigung, die mehr als 150 Organisationen und 6.000 einzelne Mitglieder in über 100 Ländern umfasst. Sie regelt das Internetwachstum, indem sie Vorschläge umsetzt, die ihr untergeordnete Institutionen ausgearbeitet haben.
- International Engineering Task Force (IETF) und International Engineering Steering Group (IESG)
Vormals war es eine Person (Jon Postel), nun sind es mehrere Personen, die in einer kleinen Gruppe Vorschläge zur Entwicklung des Internets, sog. Request for Comments, entwickeln.
- International Architecture Board (IAB) und Internet Research Task Force (IRTF)
Die IAB ist die sog. "Internet-Regierung", die weltweit von ihren Mitgliedern gewählt wird. Auch Sie können solch ein Mitglied werden (o.g. Seite anklicken und sich registrieren lassen). Diese "Regierung" besteht aus 13 Mitgliedern, aus deren Mitte eine Person zum Vorsitzenden gewählt wird. Der IRTF unterstützt das IAB.
- Die International Assigned Numbers Authority (IANA) und Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) beschäftigen sich beide mit der weltweiten Adressvergabe von Domainnamen, und setzen deren internationale Standards fest.
Weitere in diesem Zusammenhang wichtige Organisationen sind:
Das World Wide Web consortium (W3C)
Internet Council of Registrars CORE
Internet Societal Task Force (ISTF)
Cooperative Association for Internet Data Analysis (CAIDA)
Domain Name Supporting Organizations (DNSO)
3. Dienste des WWW
Das WWW bietet außer dem Internet noch viele andere Dienste an. Einige wichtige Funktionen sollen hier genannt werden.
| E-Mail: |
Die elektronische Post ist wesentlich schneller, aber nicht unbedingt sicherer, als die uns bekannt. Nachrichten oder Dateien werden je nach Übertragungsgeschwindigkeit in Sekundenschnelle übertragen und der Papierwust bleibt auf der Strecke.
Der Benutzer kann sich in Newsletter verschiedener Anbieter eintragen und wird so tagtäglich über die Neuigkeiten aus Politik, Sport, Wirtschaft, etc. informiert. Neben dem Internet ist die E-Mail Möglichkeit wohl die wichtigste Funktion die das Netz zu bieten hat. |
| Gopher |
Hierbei handelt es sich Informationssuchsysteme oder einfach nur Suchmaschinen . Auch dieses Medium hat sich schnell entwickelt. Damit man die Fülle an Seiten (die Milliardengrenze ist längst überschritten) auch nur einigermaßen in den Griff bekommt, haben sich so bekannte Suchmaschinen etabliert, wie die deutschsprachigen:
Allen genannten Suchmaschinen ist gemeinsam, dass die Suche über den deutschsprachigen Raum hinaus auf das weltweite Netz erstreckt werden kann.
Davon zu unterscheiden sind Kataloge, wie z.B. Yahoo, die den Inhalt des Internets redaktionell aufarbeiten. Eine internetweite Suche ist ebenso möglich.
Damit die Suchmaschinen und Kataloge auf dem neuesten Stand bleiben, stehen Programme, sog. Spider oder Robots zur Verfügung, die das Netz durchstöbern und nach bestimmten Begriffen Ausschau halten. |
| Usenet bzw. Newsgroups |
Dies sind die "schwarzen Bretter" des Internets bzw. öffentliche Diskussionsforen. Bei Problemen aller Fachgebiete und -richtungen kann man sich hierhin wenden. Die Frage wird veröffentlicht und irgendwer kennt bestimmt die Lösung. |
| FTP |
"File Transfer Protokoll
Hierüber können Dateien problemlos im Internet versandt werden. |
| Telnet |
Die Fernsteuerung im Internet
Hier kann der Benutzer von außerhalb auf fremde Rechner zugreifen. Voraussetzung ist, dass die entsprechende Berechtigung zum Zugang auf die Daten des Computers vorliegt. Dies geschieht meistens in Form eines sog. "Login" und einer Passwortabfrage. Der Leser kann sich vorstellen, dass hier natürlich ein großes Sicherheitsproblem vorliegt. |
| Archie |
Das ist ein Dienst, der regelmäßig alle registrierten FTP Server nach Dateien und Verzeichnissen durchsucht. Die Ergebnisse werden in einer Datenbank gespeichert. |
| IRC |
Internet Relay Chat:
Der Nutzer hat hier die Möglich in Echtzeit mit einem anderen Teilnehmer zu kommunizieren. |
Die für den Nutzer interessantesten Medien sind wohl das Internet, E-Mail und der Suchdienst.
4. Zugangsvoraussetzungen zum Internet
Zwar wird jeder, der diese Seite lesen kann, über eine Möglichkeit verfügen, ins Internet zu gelangen. Trotzdem möchte ich kurz auf die wichtigsten Komponenten für einen Zugang ins Netz eingehen.
- Computermodell
Entgegen der landläufigen Meinung besteht doch ein Zusammenhang zwischen der Prozessorleistung und der Internetverarbeitungsgeschwindigkeit. Es wurde mittlerweile festgestellt, dass bei vielen Internet-Anwendungen die Rechengeschwindigkeit der CPU einen wesentlichen Einfluss auf die Internetperformance hat. Auch die Größe des Arbeitsspeichers ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Grade bei älteren Modellen beläuft sich dieser nur auf 16 MByte RAM und weniger. Aufrüstung tut Not!
- Browser
Die notwendige Software zur Darstellung von Internetseiten. Hier gilt: Je aktueller die Version, desto mehr kann angezeigt werden. Zu beachten ist allerdings, dass beispielsweise ein Microsoft Internet Explorer 5.0 mindestens 12 MB RAM benötigt, um überhaupt geladen werden zu können.
- Zugangsberechtigung: Näheres hierzu im Abschnitt über Provider
- Telefonleitung und Modem oder optional ISDN und ISDN-Adapter
- Das Modem dient als Schnittstelle zwischen der Telefonleitung und dem Computer. Es lassen sich 2 Varianten unterscheiden:
Interne Variante: Eine Steckkarte wird in den Computer eingebaut. Dies erfordert etwas Bastelarbeit, ist aber die "elegantere" Methode.
Externe Variante: Eine kleine Box wird neben dem Rechner aufgestellt.
- Die ISDN-Karte bzw. -Box erfüllt ähnliche Aufgaben
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