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Grundlagen rund um das Internet
Teil 2

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Der zweite Teil befasst sich mit nachstehenden, etwas spezielleren Themen:

  1. Technische Grundlagen
  2. Sicherheit
  3. Ausblick


5. Technische Grundlagen

Dieses Kapitel beschäftigt sich mit den technischen Grundlagen des Internets. Zwar sind genauere Kenntnisse für das Surfen nicht unbedingt notwendig, aber ein wenig Grundwissen schadet sicher nicht.


  1. Computernetzwerke

    Wie dem Leser schon bekannt ist, besteht das Internet aus einem riesigen Computernetzwerk, mit dem Zweck, Daten, Informationen, Bilder usw. auszutauschen. Die Datenübertragung funktioniert so, dass ein Sender (Quelle) eine Datenkette über einen Übertragungsweg an einen Empfänger (Senke) sendet. Diese Wege können terrestrischer, d.h. erdgebundener Natur, Mobilfunk oder Satellitenverbindungen sein. Die verwendeten Leitungen in der Erde sind Kupfer-, Koaxial- oder Glasfaserkabel, die sich in dem Durchlass der Daten unterscheiden.

    Nebenbei sei angemerkt, dass es auch Unterschiede bei den Übertragungsverfahren gibt. Zu nennen sind das Basis- und das Breitbandverfahren, Signalübertragungsverfahren (analog oder digital), Gleichlaufverfahren (synchron und asynchron), Betriebsverfahren (simplex, halbduplex, duplex). Der wesentliche Unterschied besteht in den jeweiligen Geschwindigkeiten der einzelnen Techniken.

Zum Schluss dieses Abschnittes sei angemerkt, dass das Internet von seiner Art ein Rechnerfernnetz ist, d.h. die Rechner befinden sich an geographisch verschiedenen Orten, abgekürzt WAN (Wide Area Network)

  1. Internet-Provider

    Der Provider, also der Anbieter, der den Internetzugang bereitstellt, ermöglicht dies über den Einwahlknoten POP nach dem Client-Server-Prinzip. Der Client (Benutzer) baut einen Verbindung mittels der Software (viele Provider bieten eine spezielle Software zum Zugang an) und der Zugangsberechtigung auf. Der Server stellt dann die Verbindung zum weltweiten Netz her.

    Es lassen sich zwei Gruppen unterscheiden:
  1. Adressierung im Internet

    Die Verbindungen im Internet funktionieren so ähnlich, wie bei der Post: Jeder Rechner erhält eine sog. IP-Adresse (Internet Protokoll Adress). diese besteht nur aus Zahlen, die jeweils durch einen Punkt getrennt werden.
    Bsp.: 255.255.255.00. Eine IP-Adresse besteht aus der Adresse des Netzwerkes (Netz-ID) und der Adresse des Rechners in diesem Netzwerk (Host-ID). Die IP-Adressen werden in unterschiedliche Klassen aufgeteilt und je nach Größe des Netzes können die ersten 3 Zahlen für die Netzwerk adressiert werden. Die letzte Zahl ist dann die Rechneradresse. Somit ist gewährleistet, dass jeder Rechner im Netzwerk genau angesteuert werden kann.

    Es ist leichter, sich Namen für Adressen zu merken und so wurden symbolische Adressen eingeführt, wie z.B. www.paulsnet.de.

    Dazu wird das Netz in verschiedene Bereiche, die Domains eingeteilt. Ganz oben stehen die Top-Level-Domains, die für die einzelnen Länder oder Organisationsname stehe. dieser ist in weitere, den Second-Level-Domain eingeteilt, bzw. eine Firma oder ein Institut. Der Second-Level-Domain lässt sich im weitere Local-Domains unterscheiden. Am Ende steht dann der adressierbare Rechnername.

    Allgemeine Darstellung: Rechnername.Local-Domain.Second-Level-Domain.Top-Level-Domain
    Bsp.: www.rrzn.uni-trier.de

    WWW als symbolischer Rechnername hat sich weltweit als Standard durchgesetzt.

 

6. Sicherheitsrisiken

Sicherheitsrisiken können in den verschiedensten Bereichen auftreten, von denen nachstehend die wichtigsten behandelt werden.

  1. Manipulation von Komponenten

    Das "I Love You Virus" hat einmal mehr aufgezeigt, wie wichtig Sicherheit im Netz ist. Ein kleines Programm, versteckt im Anhang einer E-Mail mit großer Wirkung: zahllose Rechnerabstürze und Schäden in Milliardenhöhe. Spätestens seitdem sollte der Internetnutzer sensibilisiert zu Taten schreiten, wenn er etwa Daten aus dem Netz zieht oder seine E-Mails liest.

    Viren können sich in unterschiedlichster Art und Wirkung zeigen: Einige verändern Dateinamen, einige löschen bestimmte, aber weniger wichtige Dateien, viele richten jedoch einen viel größeren Schaden an, indem sie z.B. direkt die ganze Festplatte löschen. Sie sehen selbst, das Reservoir an Möglichkeiten ist unbegrenzt.

    Die Industrie versucht dem entgegenzuwirken, indem sie Antivirenprogramme entwickelt. Bekannte Anbieter sind z.B. McAffe oder Norton. Solche Software stellt nur einen begrenzten Schutz dar, etwa so wie der Airbag im Auto. Vorsichtig im Internet surfen sollte daher oberste Priorität haben, d.h. man sollte Daten erst gar nicht von Seiten runterladen, die eine gewisse Seriosität missen lassen.
  2. Missbrauch von Daten

    Das Versenden einer E-Mail lässt sich am ehesten mit dem Versand einer Postkarte vergleichen. Rein theoretisch hätte jeder die Möglichkeit, sie zu lesen. auch im Bereich des Homebanking gibt es viele Sicherheitsrisiken durch die Beeinflussung von Vorgängen bei der Zahlungsabwicklung. Sie dürfen nie vergessen, dass die Kommunikation über das Internet in der Regel offen erfolgt. Nutzer, die im allgemeinen Sprachgebrauch missbräuchlich als Hacker bezeichnet werden, können sich Einblick in Ihre Daten verschaffen und sich diese für eigene Zwecke nutzbar machen.

    Viele Banken, Firmen usw. bieten daher zur Datenübertragung eine verschlüsselte Verbindung an. Diese ist an einem Zeichen im Browser zu erkennen, z.B. im Internet Explorer ist ein Schloss in der Statuszeile zusehen. Weiterhin ändert sich in der Adresszeile des Hyper Text Transfer Protokoll (HTTP) das P in ein S für Secure. Das bedeutet, dass das sog. SSL Verfahren (Secure Socket Layer) angewendet wird. Werden dann die eigenen Daten in einer 128-Bit Verschlüsselung übertragen, kann man von einer relativ sicheren Verbindung sprechen.
  3. Identität

    Das Internet gleicht zuweil einem Maskenball. Der Maskierte gibt sich für jemanden aus, der er in Wirklichkeit aber nicht ist. Sie fallen darauf herein uns stellen ihm wichtige Daten zur Verfügung.

    Die Vorgehensweise im Rahmen des Homebankings ist folgende: Sie bauen eine Verbindung zu ihrer Bank auf, die von einer unberechtigten Person abgefangen wird. Diese gibt sich als Ihre Bank aus und Sie spielen ihm unbemerkt sensible Daten, wie Kontonummer, Passwort und TAN-Nummer zu. Diese Daten kann dieser nun für seine Zwecke missbrauchen. Es fällt spätestens dann auf, wenn der Kontostand bedenklich nahe der Nullmarke tendiert, obwohl der Sparbrief i.H.v. einer Millionen DM erst vor kurzen auf Ihrem Konto gutgeschrieben worden ist.
    Daher gilt: sollte bei einer Transaktion zu ihrer Bank der Fehlerhinweis auftauchen, dass Sie eine ungültige TAN verwendet haben , obwohl dies nicht möglich ist, klären Sie dies besser mit Ihrer Bank ab, die dann die TAN sperrt.

    Im folgenden werden einige zur Zeit verwendete Sicherheitsstandards genannt, auf die aufgrund der Übersichtlichkeit der Seite nicht näher eingegangen werden soll: kryptografisches Verfahren, elektronische Unterschrift, Signatur, Biometrische Verfahren, Gateways, Firewalls usw. Nähere Informationen dazu beim Bundesamt für Sicherheit.
  4. Veränderung gespeicherter Daten

    Der weltberühmten Sage des Homer "Ilias" verdanken diese kleinen Programme ihren Namen: trojanische Pferde. Sie werden unbemerkt auf Ihrem Rechner installiert. Dies kann z.B. beim Downloaden eines Programms oder dem Öffnen eines Anhangs einer E-Mail geschehen. Bei Bedarf erfolgt die Aktivierung. Steht Ihre Onlineverbindung wird dem Programmierer dieses Programms eine Meldung geschickt, der so Ihre Festplatte ausspionieren kann. Auch gegen dieses Übel wird eine große Fülle an Software angeboten.

 

7. Ausblick

Ende 1999 nutzten ca. 280 Millionen Menschen weltweit das Internet. Das sind ca. 4,6 % der Weltbevölkerung. Die höchste Quote der Nutzer stellen die Amerikaner: Jeder zweite Mensch in der Vereinigten Staaten surft im Netz. Weit dahinter, mit ca. 20 Millionen "Surfern" folgt Japan auf Platz 2. In Deutschland war ungefähr jeder siebte Bürger mindestens einmal im Netz. Nach Schätzung von Computerexperten wird sich im Jahre 2002 die Zahl der Surfer weltweit, bezogen auf das Jahr 1999, verdoppeln. In weiteren 4 Jahren verdoppelt sich die Anzahl wiederum. Jeder sechste Mensch wird demnach einen Anschluss zum Netz haben, oder zumindest das Surfen einmal erlebt haben!

Anhand dieser Zahlen lässt sich gut dokumentieren, wie umfassend das Medium Internet auf unsere Gesellschaft einwirkt. Die Kommunikationslandschaft wird sich also erheblich verändern und wer sich nicht daran beteiligt, wird früher oder später in bestimmten Bereichen auf der Strecke bleiben. Dies gilt insbesondere im wirtschaftlichen Sektor, und damit natürlich auch für die freien Berufe.

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